Nikolaus

Der Nikolaustag in unserer Einrichtung

Der 6. Dezember ist in unserem Waldorfkinderhaus ein ganz besonderer Festtag.
Die Kinderschar freut sich schon seit einiger Zeit auf die Ankunft des Nikolaus. Er ist der Vorbote für das Christkind und erscheint nicht als Moralgestalt oder Erziehungshilfe.

Das kleine Kind im ersten Jahrsiebt lebt noch ganz im „Hier und Jetzt“. Es entscheidet aus dem Augenblick der Situation und erhält durch die Gestalt vom Nikolaus ein weiteres Wahrbild.



Der Legende nach war St. Nikolaus ein Bischof aus Myra in Lykien (um das 4. Jahrhundert). Er umgab die Menschen mit Güte und Opferbereitschaft.
Die äußere Gestalt sollte somit der Wahrheit entsprechen. Er ist gekleidet mit dem weißen Priestergewand, goldenem Gürtel und blauem Sternenmantel, sowie der Mitra auf dem Kopf und festen Stiefeln oder goldenen Sandalen. Es stellt die Reinheit des Wesens und die himmlische Herkunft dar.


An diesem besonderen Tag kommen die Kinder aus beiden Gruppen ca. um 10.15 Uhr zusammen. Sie setzen sich im Kreis um die schön gestaltete Krippe der Sternengruppe. Ein großer Stuhl wurde am frühen Morgen vorbereitet und mit blauen Tüchern und goldenen Sternen geschmückt. Er steht mit etwas Distanz zum Stuhlkreis im Raum.


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Nun singen die Kinder mit ihren Erzieherinnen Nikolauslieder, bis es an der Tür pocht. Herein tritt der Nikolaus in beschriebener Gestalt. Die leuchtenden Kinderaugen nehmen ihn erfreut wahr. So manches Mal darf ein großes Kind seinen Bischofsstab halten. Er begrüßt die frohe Runde und erzählt uns von seiner Sternenreise durch den Himmel, seiner Begegnung mit der Gottesmutter Maria und seinem Weg zur Erde.

Oftmals haben die Kinder schöne Bilder für den Nikolaus gemalt und werden diese noch überreichen.

Zum Abschluss erzählt der Nikolaus, dass er seinen Diener darum bat, einen Sack (oder Korb) vor die Tür zu stellen.

Er verabschiedet sich von uns. Die Kindergemeinschaft singt noch ein Nikolauslied und dann dürfen zwei große Kinder mit einer Erzieherin die Gaben herein holen.

In zwei großen Weidenkörben liegen Jutesäckchen für alle Kinder, gefüllt mit Äpfeln, Nüssen, Mandarinen und Plätzchen. Manchmal ist eine Kleinigkeit für die Gruppen dabei, etwa ein Puppengeschirr, Wachsblöcke oder Filzbänder.

Zum Frühstück gibt es am schön gedeckten Tisch etwas Besonderes, z. B. Stutenkerle, Früchtebrot, Nüsse und Mandarinen.


Literatur zum Thema



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