Dieses Fest wurde gefeiert seit die Menschen Ackerbau betrieben.
In vorchristlicher Zeit gab es nach Abschluss der Ernte die Opferfeste, bei denen ein Teil der Ernte geopfert wurde. So baten die Menschen um Erntesegen für das kommende Jahr.
In christlicher Zeit entwickelten sich die Opferfeste zu Dankfesten. Jeder Erwachsene, jedes Kind wurde bei der Arbeit mit einbezogen.
Das Erntedankfest ist am ersten Sonntag im Oktober. Somit liegen Michaeli- und Erntedank ganz nahe beieinander.
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Im Kindergarten wollen wir die Ehrfurchtskräfte vor dem Gewachsenen wecken. Es ist uns wichtig, wie man mit den Nahrungsmitteln umgeht, ja wie sie entstanden sind.
Im Waldorfkindergarten wird hierauf, wie auf fast alles, bildhaft eingegangen. Dies drückt sich so aus, dass wir die Spiele im Reigen bildhaft gestalten und im Märchenkreis z. B. eine Geschichte vom Rübchen erzählen oder vom Kartoffelkönig.
Der Raum ist entsprechend gestaltet. Es wird ein Erntetisch im großen Raum oder Märchenraum, je nach Gegebenheit, eingerichtet. Auf einem Strohballen sammeln wir Früchte der Jahreszeit: Äpfel, Birnen, Weintrauben, Kürbisse, Möhren, Kartoffeln, Getreide etc., wozu jedes Kind beiträgt.
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Als ein Höhepunkt wird an diesem Tag die Erntesuppe gekocht und gemeinsam gegessen. Wichtig ist uns wieder, dass der Mensch in seiner Ganzheit angesprochen wird mit Körper, Seele und Geist.
Durch die Singspiele, Sprüche u. a. sprechen wir den Bewegungssinn des Menschen an.
Wir kneten mit Bienenwachs Obst und Gemüse und backen Brot mit den Kindern. Die Kinder dürfen hier den ganzen Entstehungsprozess miterleben, vom Mahlen des Korns bis zum Genuss des Endprodukts.
In unserer schnelllebigen Zeit haben die Kinder kaum noch die Möglichkeit, zu sehen, wie die Nahrungsmittel entstehen und verarbeitet werden. Dies im ganz einfachen, täglichen Rahmen erleben zu dürfen, ist ein Bestandteil des Waldorfkindergartens und dies ganz besonders, jahreszeitlich gesehen, zu Erntedank.
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