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In der Adventszeit spielen die Kinder während des Zeitraumes des Märchenkreises (ca.12.00-12.30) das Weihnachtsspiel. Die Erzieherin führt dieses Spiel in Sprache und Gestaltung aktiv mit den Kindern durch.
Es gibt mehrere Variationen, die im Waldorfkindergarten ihren Platz haben. So ist in der Sternengruppe das Weihnachtsspiel von Suse König aktuell und in der Sonnengruppe unseres Hauses das Hirtenspiel von Wilma Ellersiek.
Die Eltern und Familien werden traditionell am letzten Kindergartentag vor den Weihnachtsferien zum Spiel eingeladen. Es soll jedoch nicht so recht den Vorführcharakter haben, sondern eher ein gemeinsames Erlebnis sein.
Zum Abschluss wird noch ein gemeinsames Lied gesungen und wir wünschen uns ein
besinnliches, friedliches Weihnachtsfest.
„Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren
Und nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren“
(Angelus Silesius)
Mit der Geburt des Jesuskindes in Bethlehem wird die Zeitenwende eingeleitet. Es ist das Erscheinen des Sohnes aus der göttlichen Vaterwelt. Sein Erdenwirken beginnt nach der Vereinigung mit dem Christusgeist bei der Taufe im Jordan in seinem 30. Lebensjahr.
In manchen vorchristlichen Religionen fand die Zeit der Wintersonnenwende eine wesentliche Bedeutung. Es wurde der Sieg des Lichtes über die Finsternis gefeiert z.B. bei den Ägypten, Germanen, Juden…
Erst im 4. Jahrhundert hat man begonnen Weihnachten am 25. Dezember zu feiern. Bis dahin war der wesentliche Feiertag der 6. Januar, der Tag der Taufe Jesu im Jordan, der Tag der eigentlichen Christgeburt auf Erden.
Der 24. Dezember ist auch der “ Adam-und Eva Tag “. Früher wurden vielerorts Paradeisspiele aufgeführt. In den Waldorfschulen werden die Oberufer-Weihnachtsspiele auch heute noch gespielt. Es sind Spiele, wo die Erschaffung des Menschen und der Sündenfall in dargestellten Seelenbildern den Zuschauern gezeigt wird. Der Beginn der Menschheitsnot und der Erlösung durch die Christgburt sind durch die Voransetzung des Adam-und Evertags vor dieWeihnachtszeit bedeutsam zusammen gefasst.
Im Seelenauge sich spiegelt
Der Welten Hoffnungslicht.
Dem Geist ergebne Weisheit
Im Menschenherzen spricht
Des Vaters ewige Liebe
Den Sohn der Erde sendet,
Der gnadenvoll dem Menschenpfade
Die Himmelshelle spendet,
R. Steiner
Im neuen Jahr kommen die Heiligen Drei Könige, die mit edler Anmut Christus die Geschenke bringen, Hier zeigt sich das Sinnbild der tiefen Verehrung. Die Kinder durchleben das Dreikönigsfest im Rollenspiel, in Liedern und in Reimen. Wenn wir Glück haben, schneit es im Januar und wir können einen Ausflug zum Schlittenfahren unternehmen.
Vertiefung zum Thema:
Feiern der Jahresfeste mit Kindern
Brigitte Barz.